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Virtual Infrastructure 3 (ESX Server 3 und Virtual Center 2)
Vorstellung, Begriffe und Features des aktuellen Flagschiffes von VMware.

Hinweis: Hierbei handelt es sich um einen Auszug aus meinem Anfang Oktober 2006 erschienenen Buches "Virtuelle Maschinen mit VMware und Microsoft" - siehe auch --> Buchvorstellung. In der aktuellen 2. Auflage wurde der Part zur Infrastructure 3 stark überarbeitet und erweitert.


Hier erhalten Sie einen Überblick über die Funktionen und Begriffe von VMware Infrastructure 3 und VMware ESX Server 3 und und über die Möglichkeiten und das Zusammenspiel der zusätzlichen Module von VMware Infrastructure 3.

Sie erhalten eine Einscheidungsgrundlage, welche Anforderungen der ESX Server gegenüber den kostenlosen Virtualisierungslösungen besser abdecken kann und durch welche Funktionen er sich vom VMware Server, bzw. Microsoft Virtual Server abhebt. Weiterhin leitet Sie ein Workshop durch die komplette Grundinstallation eines ESX Servers mit lokalen Platten oder SAN-Anbindung und Virtual Center samt VMotion, HA, DRS und VCB.

VMware bietet mit seiner Infrastructure 3 ein Portofolio aus Produkten und Lösungen, das im Kern aus dem ESX Server 3 und VMware Virtual Center 2 besteht. Folgende Aufzählung gibt Ihnen einen ersten Überblick:

  • ESX Server 3 - ist das Betriebssystem, das auf jedem einzelnen Host als Basis für die virtuellen Maschinen dient. Er ist der grundlegende Bestandteil der Virtual Infrastructure 3. Der ESX Server benötigt kein Basis-Betriebssystem (Linux oder Windows), er läuft direkt auf der Hardware.
    • Der VMkernel und der Virtual machine monitor (VMM) bilden das eigentliche Betriebssystem des ESX Servers. Unter dem VMM laufen die virtuellen Maschinen.
    • Die Service Console ist eine privilegierte VM unter RedHat Linux zur Steuerung und Verwaltung des VMware Kernels. Sie ist der sichtbare Teil des ESX Servers an der Console, läuft aber ebenfalls unter der Kontrolle von VMkernel.

  • Virtual Infrastructure Client (VI-Client) - die graphische Oberfläche, welche zur Verwaltung eines einzelnen ESX Servers oder der kompletten Infrastruktur dient. Sie kann auf einem LAN-Client installiert werden und macht die Verwaltung ähnlich komfortabel, wie beim VMware Server oder der VMware Workstation.

  • Dateisystem VMFS 3 - ist ein clusterfähiges Dateisystem des ESX Servers, auf dem die virtuellen Platten liegen. VMFS kann auf folgenden Datenträgern angelegt werden:
    • lokaler Plattenspeicher, aber nur SCSI oder RAID, kein IDE oder SATA
    • SAN (Storage Area Network) mit Fibrechannel-Anbindung
    • iSCSI Target, erreichbar über einen physischen Host Bus Adapter (HBA) oder mit dem integrierten Software Initiator des ESX Servers über einen normalen Ethernet Adapter

  • NAS - seit dem ESX Server 3 können virtuelle Platten und virtuelle Maschinen auch direkt auf einer Netzwerk-Freigabe eines NAS (Network Attached Storage) liegen. Unterstützt wird nur NFS, kein Microsoft SMB/CIFS. Dabei verwendet der ESX Server kein VMFS, da ein NAS bereits mit einem eigenen Dateisystem formatiert ist. Damit lassen sich Funktionen, wie VMotion, auch in preiswerteren Konfiguraitonen für kleinere Umgebungen nutzen oder testen, ohne über ein SAN zu verfügen.

  • Virtual SMP - so nennt sich die Multiprozessorunterstützung von VMware. VMware ESX Server 3 kann jeder VM bis zu vier virtuelle CPUs durchreichen.

  • VMware Virtual Center 2 (VC2) - ist eine umfassende Managementlösung zur zentralen Verwaltung von Hosts, Gästen und Ressourcen. Virtual Center ist der zweite grundlegende Bestandteil der Virtual Infrastructure 3, wird aber für einen einzelnen ESX Server nicht unbedingt benötigt.
    • Der Virtual Center Management Server ist der zentrale Server mit einer Datenbank zur Verwaltung aller Hosts und VMs.
    • Der Virtual Center Agent ist die Komponente auf einem Host, über welche dieser vom Virtual Center verwaltet wird. Beim ESX Server 3 ist der Agent enthalten und muss nicht mehr seperat erworben werden.

Zusätzlich gibt es ein paar ganz besondere Funktionen, die erst mit VMware Virtual Center bzw. mit externem Speicher (SAN oder NAS) möglich werden:

  • VMotion - ermöglicht das Verschieben laufender VMs von einem Host auf einen anderen, ohne Unterbrechung der Arbeit.
  • VMware DRS (Distributed Resource Scheduler) - verteilt VMs anhand der CPU-Last und RAM-Verwendung automatisch auf unterschiedliche Hosts. Mittels VMotion kann die Verteilung auch im laufenden Betrieb erfolgen.
  • VMware HA (High Availability) - dient als Hochverfügbarkeitslösung und startet virtuelle Maschinen von einem ausgefallenen Host auf einem anderen Host automatisch wieder neu.
  • VMware Consolidated Backup (VCB) - dient als zentrale Datensicherung für die Gastsysteme auf Basis der virtuellen Plattenimages und auch auf Dateisystembasis der Gäste. VCB sichert direkt vom SAN über das Speichernetzwerk, auch im laufenden Betrieb der VMs. Dazu dient ein dedizierter Rechner unter Windows 2003, der sogenannte Backup Proxy.

Die ausführliche Beschreibung aller Funktionen lesen Sie im Teil2, Kapitel 9 meines Buches. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages Addison-Wesley durfte ich den ersten Teil dieses Kapitels aus der 1. Auflage hier als Leseprobe bereitstellen: vmware_buch_teil2kapitel9.pdf - Download



Mein Buch zum Thema
3. Auflage:
--> Inhalt, Leseproben, Ausblick

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